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Baum des Jahres 2011 Die Elsbeere
Die Elsbeere wurde seit Jahrzehnten als Waldbaum vollkommen vernachlässigt und unterschätzt, aber wird infolge des Klimawandels eine Renaissance erleben. Sie ist sehr trockenheitsresistent, ihr Holz erzielt Höchstpreise und wird für Musikinstrumente verwendet. Im Frühjahr sorgen die schönen Blüten, im Herbst die Fruchtstände und die intensiv gelbe bis dunkelrote Laubfärbung für Aufsehen. In Parkanlagen wurde sie seit jeher vor allem deshalb verwendet.
Eindrucksvoll ist auch ihre schuppige Borke in höherem Alter sowie die Blattform. Nur die wenigsten Menschen kennen diese Baumart oder sie halten sie für einen Ahorn. Die Blätter stehen jedoch wechselständig an den Trieben, nicht gegenständig wie beim Ahorn. In einigen Regionen Süddeutschlands und Österreichs werden aus den Früchten der Elsbeere hochwertige alkoholische Getränke hergestellt.
Um die Baumart zu fördern, haben sich in verschiedenen Regionen Europas Liebhaber zu Förderkreisen zusammengeschlossen.
Quelle: Roloff, A.: Kurzgutachten. Baumartenwahl für einen Klimawald. Auftraggeber: Stadt Köln, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen. 2009
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Baum des Jahres 2010 Die Vogelkirsche
Die Vogelkirsche ist eine Halbschattbaumart. In der Jugend relativ schattentolerant braucht sie dann aber bald mehr Licht und im Alter eine freie Krone. Hinsichtlich der Ansprüche an Nährstoffe und Feuchtigkeit ist sie sehr genügsam, sie kann sogar als Pionierbaum auf Schuttflächen wachsen.
Die Rinde kann eine charakteristische dunkelrot oder graubraun glänzende Oberfläche entwickeln, sie ringelt sich wie bei Birken waagerecht vom Stamm ab. Im Mai erscheinen die weißen Blüten. Die Befruchtung erfolgt durch Bienen, findet jedoch nur statt, wenn die Pollen von einem anderen Baum stammen. Alleinstehende Bäume tragen deshalb keine Früchte. Ursprünglich kommt die Vogelkirsche aus dem Balkan und dem östlichen Persien. Die ersten Kulturformen aus der Süßkirsche sind im Gebiet um das Schwarze Meer gezüchtet worden. Die Römer haben sie in Mitteleuropa verbreitet.
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Baum des Jahres 2009 Der Bergahorn
Der bis zu sechshundert Jahre alt werdende Berg-Ahorn spielt in vielen Bergortschaften eine kulturgeschichtlich ähnliche Rolle wie die Eiche oder die Linde in den flacheren Ortslagen. Der berühmteste Berg-Ahorn stand in dem Schweizer Ort Truns. Unter seiner Krone wurde 1424 der 'Graue Bund' geschmiedet. Regelmäßig bis ins 19. Jahrhundert trafen sich die Graubündner unter diesem Baum, um diesen Bund zu bestätigen.
Die Alpen sind die Region, wo der Berg-Ahorn am eindrücklichsten unter Beweis stellt, dass er seinen Namen zu Recht trägt. In den deutschen Mittelgebirgen prägt er vor allem zusammen mit der Esche und der Berg-Ulme die feuchten Schlucht- und Blockhaldenwälder. Die vegetationskundlich offizielle Nordgrenze seiner natürlichen Verbreitung verläuft am nördlichen Rand der Mittelgebirge.
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Baum des Jahres 2008 Die Walnuss
Die ursprüngliche Heimat des Walnussbaumes ist Mittelasien. Über die Griechen lernten die Römer den Baum kennen und kultivierten ihn in ihren Gärten.
Um 800 n.Chr. wurde der Baum auch nördlich der Alpen populär, besonders nachdem er von Karl dem Großen zum Anbau empfohlen wurde.
Da der Walnussbaum über Frankreich nach Deutschland kam, belegte man ihn mit dem Namen Walchbaum oder Welschbaum (fremd, andersartig). Ab dem 18. Jahrhundert ist der Name Walnussbaum daraus entstanden. Auch der botanische Name hat seine Geschichte. Die Griechen sahen in den Walnüssen die Speise ihrer Götter. Die Römer wollten die wertvollen Nüsse ebenfalls den Göttern weihen und nannten sie Jovis glans, Eicheln des Jupiters.
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Baum des Jahres 2007 Die Wald-Kiefer
Es gibt ca. 100 Kiefernarten mit einem Verbreitungsgebiet zwischen Polarkreis und Äquator. Die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris) ist, zusammen mit der Fichte, der meistgepflanzte Baum in Deutschland. Die Kiefer stellt an den Boden und an das Klima fast keine Ansprüche.
Die Wald-Kiefer ist gekennzeichnet durch ihre langen blau-grünen Nadeln, die zu dicken Büscheln angeordnet sind. Die Kiefer ist einhäusig und so finden sich auf dem gleichen Baum sowohl weibliche als auch männliche Blüten.
Besondere Bedeutung erlangt das Holz der Kiefer, das weich und leicht, aber dichter und härter als Fichten- und Tannenholz ist. Das Harz der Kiefer ist ein altes Heilmittel und Ausgangsstoff für viele Zubereitungen, wie Terpentin, Pech, Teer, Lacke und Geigenharz.
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Baum des Jahres 2006 Die Schwarzpappel
Die Europäische Schwarz-Pappel (Populus nigra L.) gehört zu den Baumarten, die eigentlich weit verbreitet sein müssten, aber inzwischen so selten geworden sind, dass sie in den Roten Listen bedrohter Pflanzenarten stehen.
Die Gründe dafür sind vielfältig: vor allem Veränderung (Grundwasserabsenkungen) und Verluste (Rodung) natürlicher Flussauen durch Menschen sowie vermehrte Verwendung von anderen noch rascher wachsenden nicht heimischen Pappelarten oder Kreuzung mit ihnen. So kommt es, dass ältere, echte Schwarz-Pappeln schon eine kleine Sensation sind.
Sie werden daher in mehreren Ländern Europas und einigen deutschen Bundesländern erfasst und kartiert.
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Baum des Jahres 2004 Die Weißtanne
Die Weißtanne (abies alba) steht für eine naturgerechte, nachhaltige Waldwirtschaft und weist auf die Empfindlichkeit von Bäumen gegenüber Umweltveränderungen durch uns Menschen hin. Sie macht, wie kaum eine andere Baumart Beeinträchtigungen durch Luftschadstoffe deutlich und fordert zu Lösungen auf. Riesin und Mimose unter Europas Baumarten. In 4 Bundesländern steht sie auf der roten Liste vom Aussterben bedrohter Pflanzen.
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Baum des Jahres 2003 Die Schwarzerle
Die Schwarzerle (Alnus glutinosa) wächst als Baum oder Strauch an Gewässern und feuchten Stellen, wo sie mit Birken, Weiden und anderen Bäumen und Sträuchern oft weite Bruchwälder bildet. Man erkennt die Erle leicht an den rundlichen, abgestutzten Blättern und an den Knospen, die wie bei keinem anderen heimischen Baum gestielt sind. Die Erle stäubt etwa zu gleicher Zeit wie die Haselnuß. Die kleinen Stempelkätzchen, die im Gegensatz zu denen dieses Baumes frei überwintern, entwickeln sich zu zapfenartigen Fruchtständen. Ihre später verholzenden Schuppen spreizen im Winter und Vorfrühling von der Achse ab, so daß die Früchte leicht ein Spiel des Windes werden. An jungen Wurzeln finden sich orangefarbene Knollen, die ähnlich wie die Knöllchen der Schmetterlingsblütler der Pflanze stickstoffhaltige Verbindungen zuführen. Das rotbraune Holz ist gegen den Einfluß von Wasser sehr widerstandsfähig; es eignet sich daher besonders gut zu Gruben- und Wasserbauten, wird aber auch oft vom Tischler und Drechsler verwendet (Ellern- oder Elsenholz). Schmeil, O.: Leitfaden der Pflanzenkunde. Heidelberg 1951, S. 129-130
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Baum des Jahres 2002 Der Wachholder
Bilder aus Köln
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